Kanzlei Angela Matheis

Wirtschaftsprüfer/Steuerberater



Aktuelle Informationen zu Corona 


Auf dieser Seite stellen wir Ihnen Informationen zum Thema "Corona-Virus" zur Verfügung. Wir sind bemüht, diese Informationen laufend zu aktualisieren. Aufgrund der Dynamik können wir jedoch keine vollständige Informationslage garantieren. Die Informationen der letzten Aktualisierung werden mit ❗ gekennzeichnet um den Überblick zu verbessern.


Aktuelles

Der Koalitionsausschuss hat sich am 03.06.2020 auf ein umfangreiches Konjunktur- und Zukunftspaket mit einem Volumen von 130 Milliarden Euro verständigt. Ziel ist es, Arbeitsplätze zu sichern und die Wirtschaft wieder zum Laufen zu bringen. 

Eine Zusammenfassung wichtigsten Regelungen für Unternehmen finden Sie auf der DATEV-Trialog-Seite.

Ungeachtet der Frage, ob diese befristete Maßnahme die gewünschte Wirkung zeigt, führt die Absenkung der Umsatzsteuersätze für Unternehmen zu einem umfassenden kurzfristigen Handlungsbedarf, insbesondere sind Systeme und Prozesse anzupassen, Verträge zu ändern und die Buchhaltung ist umzustellen. Zugleich ist im Auge zu behalten, dass die Änderungen in sechs Monaten wieder rückgängig zu machen sind. 

Händler und Anbieter von Dienstleistungen können für die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer von der bestehenden Ausnahmemöglichkeit des § 9 Absatz 2 Preisangabenverordnung (PAngV) Gebrauch machen und pauschale Rabatte an der Kasse gewähren, ohne die Preisauszeichnung (z.B. sämtlicher Regale) in der Nacht zum  1.7.2020 ändern zu müssen. Hierauf weist das BMWi aktuell hin. Die Ausnahmemöglichkeit nach § 9 Absatz 2 PAngV findet für preisgebundene Artikel, wie Bücher, Zeitschrif-ten, Zeitungen und rezeptpflichtige Arzneimittel keine Anwendung, da für diese andere rechtliche Regelungen gelten. Bei diesen Artikeln sind Preisreduktionen durch die Einzelhandelsstufe entweder nicht möglich oder abweichend von der PAngV geregelt.

Nach den bisher veröffentlichten Entwurffassungen wurde nun das finale BMF-Schreiben zur be­fris­te­ten Ab­sen­kung des all­ge­mei­nen und er­mä­ßig­ten Um­satz­steu­er­sat­zes zum 01.07.2020 zur Verfügung gestellt.

Das Bundesfinanzministerium hat am 25.06. eine FAQ-Liste zur Änderung der Umsatzsteuersätze auf seiner Internetseite veröffentlicht. 

Die Bundesregierung sichert Ausbildungsplätze, die durch die Corona-Pandemie bedroht sind. Das Kabinett hat ein Hilfsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen auf den Weg gebracht, die weiter ausbilden. Insgesamt stehen 500 Millionen Euro für das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" bereit. Es soll in diesem und dem nächsten Jahr kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitern unterstützen, um die Folgen der Covid-19-Pandemie auf den Lehrstellenmarkt abzufedern.

Ein Bestandteil des Konjunktur­paketes vom 3. Juni 2020 ist auch eine neue Überbrückungs­hilfe für Corona-geschädigte Unternehmen bzw. Selbständige. Betroffene kleinere Unternehmen und Selbständige sollen für den Zeitraum Juni bis Dezember 2020 einen nicht-rückzahlbaren Zuschuss zu den Fixkosten erhalten. Um Missbrauchs­fälle auszuschließen, setzt der Gesetzgeber bei der Bewilligung der Soforthilfen auf das Gütesiegel der Steuer­berater. Denn die Fördergelder fließen erst, wenn Steuerberater die geltend gemachten Umsatzrückgänge und fixen Betriebs­kosten in geeigneter Weise geprüft und bestätigt haben. 

Die Überbrückungshilfe gilt branchenübergreifend, wobei den Besonderheiten der besonders betroffenen Branchen wie Hotel- und Gaststättengewerbe, Caterer, Kneipen, Clubs und Bars, als Sozialunternehmen geführte Übernachtungsstätten wie Jugendherbergen, Schullandheime, Träger von Jugendeinrichtungen des internationalen Jugendaustauschs, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Reisebüros, Profisportvereinen der unteren Ligen, Schaustellern, Unternehmen der Veranstaltungslogistik sowie Unternehmen im Bereich um Messeveranstaltungen angemessen Rechnung zu tragen ist.

Antragsberechtigt sind Unternehmen,

  • deren Umsätze Corona-bedingt in April und Mai 2020 um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 rückgängig gewesen sind
  • und deren Umsatzrückgänge in den Monaten Juni bis August 2020 um mindestens 50 % fortdauern.
  • Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November und Dezember 2019 heranzuziehen.

Wie hoch soll die Förderung sein?

  • Erstattet werden bis zu 50 % der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 % gegenüber Vorjahresmonat.
  • Bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 % können bis zu 80 % der fixen Betriebskosten erstattet werden.
  • Der maximale Erstattungsbetrag beträgt 150.000 Euro für drei Monate.
  • Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten soll der Erstattungsbetrag 9.000 Euro, bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten 15.000 Euro nur in begründeten Ausnahmefällen übersteigen.
  • Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer in geeigneter Weise zu prüfen und zu bestätigen.
  • Überzahlungen sind zu erstatten.

Die Antragsfristen enden jeweils spätestens am 31.8.2020 und die Auszahlungsfristen am 30.11.2020.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat ein Eckpunktepapier für die Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen, veröffentlicht.

Auf der Website des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie wurden wichtige Informationen zur neuen Überbrückungshilfe Corona veröffentlicht. Die Website bietet unter anderem Informationen zur Antragsberechtigung, der maximalen Förderung, der Laufzeit des Programms sowie der im Vorfeld zu erbringenden Nachweise. 

❗ Ab sofort können die Anträge zur Überbrückungshilfe gestellt werden. Selbstverständlich unterstützen wir Sie bei den Anträgen. Bitte senden Sie eine kurze Email.



Informationen im Web zur Corona-Krise

Informationen auf Bundesebene 


Informationen Bayern 


Informationen zu Förderprogrammen und Fragen der Liquiditätssicherung

 

Informationen zum Arbeitsrecht


Weitere Informationen